Auch ohne einen Golfschläger in der Hand kann man eine schöne Zeit auf dem Golfplatz verbringen. So etwa haben das die gut 20 Teilnehmer*innen der vogelkundlichen Wanderung empfunden, als Sie am 22.04. den Worten und Ausführungen von Dr. Ringe vom NABU Geesthacht lauschten.

Unser Mitglied Dr. Helmut Knoth, der sich jahrelang engagiert um das Projekt Golf und Natur gekümmert und dieses DGV-Projekt in Escheburg etabliert hat, konnte Dr. Ringe dazu gewinnen, nach Jahren mal wieder eine solche Wanderung zu machen.

Bevor es auf den Platz ging, konnte man schon den tanzenden männlichen Wintermücken zusehen. Auf dem Nordplatz waren gleich zu Beginn unterschiedlichen Vogelstimmen zu hören. Die Amsel, der Buchfink und die Kohlmeise begrüßten uns mit ihrem fröhlichen Gesang.

Die unterschiedlichen Fledermauskästen, vor 9 Jahren aus dem Erlös des „Preises des Präsidenten“ (U. Schwarz) hinter dem Grün der Bahn 1 aufgehängt, wurden erklärt und die Zuhörer waren überrascht, dass es einige Jahre dauert, bis sich die seltenen und scheuen Fledermäuse in diesen Nistkästen niedergelassen haben.

Es wurde auch ein Blick in einen Beregnungskasten geworfen. Die Deckel der Beregnungskästen haben leider ein kleines Loch zum Öffnen, dass immer wieder bedrohten Tiere, wie z.B. dem Bergmolch zum Verhängnis wird. Sie krabbeln, kriechen oder fallen dort durch und verenden dann unter Umständen qualvoll in diesen Beregnungskästen. Um hier Abhilfe zu schaffen, tüftelt unser liebes Mitglied Joachim Wilczek bereits an einer Lösung, um diese Löcher zu verschließen, das Hochheben der Deckel durch die Greenkeeper jedoch weiterhin unkompliziert ermöglicht. Joachim, an dieser Stelle schon einmal einen herzlichen Dank für Deinen Einsatz und Deine Mühe!

Im weiteren Verlauf waren noch andere Vogelstimmen zu hören, wie z.B. der Zaunkönig, Weidenlaubsänger, Zilpzalp und die Mönchsgrasmücke. Die Ringeltauben und Stare und einen Graureiher konnten wir beim Fliegen beobachten.

Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer*innen wurde auch auf die vorhandene Knickvielfalt gelenkt.

Oft geht man einfach an den Bäumen und Büschen vorbei, ohne genau hinzuschauen. Aber die Blüte einer Traubenkirsche oder die alten Korbweiden neben dem Ballautomat am Nordplatz haben unsere Blicke verdient.

Auf unserem Nordplatz wurden auch Nistkästen für die Haselmäuse angebracht. Mäuse sind dort zwar eingezogen, aber bisher konnte kein Nest der kleinen Haselmaus entdeckt werden.

Während der Wanderung wurde noch ein skelettierter Schädel eines kleinen Rehbocks von Bela Laudi gefunden, den alle ausgiebig betrachten konnten.

Zum Ende der Wanderung haben wir noch einen Blick in den Teich an Bahn 9 geworfen, der durch sein klares, algenfreies Wasser ein perfektes Habitat für Molche und Frösche bietet. Es ist an diesem Teich gut zu erkennen, dass kein, für die Umwelt schädlicher Dünger eingesetzt wird, da das Wasser klar und rein ist, sodass sich auch die seltene Sumpfdotter Blume dort angesiedelt hat.

Nach fast zwei Stunden war die Wanderung dann beendet und hat Freude auf eine weitere Wanderung gemacht, da es so viele interessante Dinge zu sehen gab und die Erklärungen des Fachmannes einfach spannend waren.

Lieben Dank Helmut für die Organisation und lieben Dank an Dr. Rinde für seine Zeit und seine ausführlichen, interessanten Ausführungen!