Das Forschungs- und Aufwertungsprojekt
Im Rahmen des bundesweiten Forschungs- und Aufwertungsprojekts GolfBiodivers haben unsere Anlage des Golf-Club Escheburg und die Golfanlage Gut Wulfsmühle jetzt erste messbare Ergebnisse aus dem Monitoring der Artenvielfalt vorzuweisen. Das Projekt, das vom Deutschen Golf Verband gemeinsam mit den Universitäten in Kiel, Freiburg, Münster und München durchgeführt wird, verfolgt das Ziel, Biodiversität auf Golfanlagen systematisch zu erfassen und zu stärken.
Für beide Golfanlagen – Escheburg und Wulfsmühle – wurden im Projektjahr 2023 Aufwertungsmaßnahmen über jeweils drei Hektar umgesetzt. Diese Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf Rough-Bereiche und Waldsäume, um Lebensräume für heimische Pflanzen und Tiere zu schaffen und zu verbessern. Dies geschieht auf wissenschaftlich abgestimmter Grundlage mit projektspezifisch ausgewähltem Saatgut sowie angepassten Pflegekonzepten.
Die Auswertung des ersten Monitorings hat bereits spannende Nachweise erbracht:
Auf unserer Anlage wurde die Wildbienenart Chelostoma campanularum entdeckt – eine spezialisierte Glockenblumen-Biene, die in natürlichem Totholz nistet und ein Indikator für strukturreiche Lebensräume ist.
Insgesamt wurden mindestens 29 Vogelarten mit Brutverdacht festgestellt sowie weitere 15 Arten, die auf dem Platz oder in der näheren Umgebung brüten. Besonders hervorzuheben ist dabei die Goldammer, deren Präsenz von der vorhandenen Hecken- und Knickstruktur profitiert.
Mit diesem Ergebnis ist der Golf-Club Escheburg – bekannt als Deutschlands Golfanlage mit den meisten Knicks – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass naturschutzorientierte Pflegekonzepte und sportliche Nutzung miteinander vereinbar sind.
Die nun vorliegenden Ergebnisse aus dem ersten Monitoring liefern wichtige Hinweise darauf, dass die im GolfBiodivers-Projekt umgesetzten Flächenmaßnahmen wirken und bereits zur Förderung der Artenvielfalt beitragen – trotz der noch laufenden dreijährigen Aufwertungsphase. Im Falle unserer Anlage wird das nächste Monitoring im Jahr 2027 stattfinden und voraussichtlich weiter dokumentieren, wie nachhaltig sich die Maßnahmen auf Fauna und Flora auswirken.
Als Golf-Club Escheburg sind wir stolz darauf, mit unserer naturnahen Bewirtschaftung nicht nur sportliche Qualität, sondern auch ökologische Verantwortung zu demonstrieren. Die Ergebnisse bestätigen, dass Golfsport und Naturschutz nicht nur kompatibel sind, sondern sich gegenseitig bereichern – zum Wohle unserer Mitglieder, der Natur und der Region.
Präsentation des Forschungs- und Aufwertungsprojekt als Handout